Freitag, Januar 9, 2026
Aktuelles

Feldhasen – Myxomatose in Dithmarschen

Liebe Jägerinnen und Jäger,

im südwestlichen Bereich Dithmarschens wurden in jüngster Zeit vermehrt Feldhasen mit typischen Symptomen der Viruserkrankung Myxomatose beobachtet. Pathologische Untersuchungen des Landeslabors haben den Verdacht in mehreren Fällen bestätigt.

Die Informationen aus diesem Artikel stammen von der Unteren Jagdbehörde Kreis Dithmarschen.

Die Myxomatose ist eine hochansteckende, meist tödlich verlaufende Krankheit, die bei Feldhasen zu großem Leid und einem erheblichen Rückgang des Bestandes führen kann. Die Tiere wirken häufig orientierungslos, apathisch, zeigen keinen Fluchtreflex mehr und leiden unter entzündeten, zugeschwollenen, oft blutunterlaufenen Lichter.

Um die weitere Verbreitung des Virus einzudämmen und den Feldhasenbesatz langfristig zu schützen, ist die aktive Mitwirkung der Jägerschaft entscheidend – insbesondere bei der Beobachtung und sachgemäßen Entsorgung toter oder kranker Tiere.

Was ist zu tun?

1. Achtsamkeit im Revier:
Bitte achten Sie bei Ihren Reviergängen auf Anzeichen der Krankheit bei Feldhasen. Bei entsprechendem Verdacht sind auch außerhalb der Jagdzeiten Hegeabschüsse zulässig, um unnötiges Leiden zu verhindern.

2. Entsorgung über Sammelstellen:
Die Kadaver (erlegt oder tot aufgefunden) sollen bevorzugt über folgende Bauhöfe entsorgt werden, wo entsprechende Tonnen bereitstehen (bisher als „Geflügelpest-Tonnen“ bekannt).
Die Entsorgungskosten trägt das Land Schleswig-Holstein.

Sammelstellen (Bauhöfe) in Dithmarschen:

  • Brunsbüttel – Eddelaker Straße 90
  • Heide – Vogelweide 7
  • Burg – Erwin-Behn-Straße 14
  • St. Michaelisdonn – Zuckerstraße 9
  • Hennstedt – Norderstraße 6
  • Lunden – Danziger Straße 1
  • Tellingstedt – Mühlenberg 36
  • Weddingstedt – Industriestraße
  • Friedrichskoog – Koogstraße 123
  • Marne – Alter Kirchweg 6a
  • Albersdorf – Tulpenbaumallee 4–6
  • Meldorf – Gildeallee 1
  • Büsum – Rechenmeister Weg 16
  • Wesselburen – Heider Chaussee 6

Wichtig:
Bitte notieren Sie revierweise die Anzahl der abgegebenen Kadaver und melden Sie diese jeweils zum Monatsende an mich zurück.

3. Alternative Entsorgung (Einzelfälle):
Sofern keine Sammelstelle verfügbar ist, kann die Entsorgung auch durch tiefe Vergrabung (mind. Knietiefe) erfolgen. Bitte achten Sie darauf, dass der Kadaver so eingebracht wird, dass Raubwild keine Möglichkeit hat, ihn wieder freizulegen.

Beprobung und Ansprechpartner

Bei Funden außerhalb des bisher betroffenen südwestlichen Gebiets von Dithmarschen kann eine Beprobung durch das Veterinäramt erfolgen.
Ansprechpartnerin:
Frau Svenja Friederichs
📞 0481 97-9354
✉️ svenja.friederichs@dithmarschen.de

Für Rückfragen stehen Ihnen gerne zur Verfügung:
Frau Antje Vogt
📞 0481 97-9365
✉️ antje.vogt@dithmarschen.de

Wir danken Ihnen herzlich für Ihre Unterstützung und Aufmerksamkeit.
Nur durch gemeinsames Handeln kann der Besatz unserer Feldhasen geschützt und der weitere Ausbruch dieser Krankheit eingedämmt werden.

Schreibe einen Kommentar